Verlässliche Grundschule

Die tägliche Mittagsbetreuung

1.Organisatorische Rahmenbedingungen

Im Rahmen der Verlässlichen Grundschule gewährleisten wir für jedes Kind des ersten und zweiten Schuljahres einen fünfstündigen Schulvormittag, indem wir Betreuungsgruppen einrichten. Deren Anzahl ist abhängig von der Zahl der für die Mittagsbetreuung angemeldeten Kinder. Die Gruppengröße beträgt in der Regel ca. 15 Kinder. Die einstündige Betreuung beginnt um 11.55 Uhr mit der zweiten Hofpause und endet um 12.55 Uhr. Die Eltern können ihr Kind zu Beginn jedes Halbjahres verbindlich für ein Halbjahr für das Betreuungsangebot anmelden. Es entstehen für die Eltern keine Kosten. Die Betreuung wird durch Erzieher und Erzieherinnen, Sozialpädagogen, Übungsleiter oder andere geeignete und im Umgang mit Kindern erfahrene Personen durchgeführt. Die Auswahl und Einstellung erfolgt durch die Schulleitung. Um die Schule weiter nach außen zu öffnen, kooperieren wir nach Möglichkeit mit außerschulischen Kooperationspartnern,  z. B. Sportvereinen, der Volkshochschule (Aktion Leselust) oder dem Freiwilligenzentrum Bonus e.V.

2. Gestaltung des Betreuungsangebots

Viele unserer Schülerinnen und Schüler spielen und bewegen sich in ihrer Freizeit nur wenig draußen, da es in einigen Bereichen der Hildesheimer Oststadt an wohnungsnahen informellen und kindgerechten Spielräumen fehlt oder vorhandene Möglichkeiten aus verschiedenen Gründen nicht genutzt werden. So sind viele Kinder am Nachmittag und am Wochenende sehr stark an die Wohnung als Spielbereich gebunden.

Das Bewusstsein für den Zusammenhang zwischen Bewegung und gesunder körperlicher, geistiger und seelisch- emotionaler Entwicklung ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Wann immer das Wetter es zulässt, verbringen deshalb die Kinder der verschiedenen Gruppen die Betreuungsstunde gemeinsam im Freien auf dem Schulhof. Dieser bietet aufgrund seiner Größe und guten Ausstattung den Kindern viele abwechslungsreiche Möglichkeiten, ihre Spiel- und Bewegungsbedürfnisse spontan und gefahrlos auszuleben:

Ballspiele wie z. B. Fußball, Basketball, Tischtennis, Völkerball

Lauf- und Fangspiele

Ringwaage

Holzeisenbahn

Turnstange

Klettergerüst

Spiele mit Spielgeräten (z. B. Hula- Hoop- Reifen, Dosenstelzen, Wurfringe, Gummitwist, Fallschirm)

Sandspiele (auch in Kombination mit Wasser)

Seilspringen

Straßenkreide

Spielgeräte und Sandspielzeug stehen ausreichend zur Verfügung und werden leicht zugänglich und transportabel in einem Einkaufswagen und in Kunststoffkisten im Kellereingang aufbewahrt. Neues Material wird entweder aus dem Schuletat oder aus Mitteln des Fördervereins angeschafft. Auf dem Schulhof ist ein Wasseranschluss vorhanden.

Beim Spiel üben die Kinder soziale Fertigkeiten ein. Schüler und Schülerinnen der verschiedenen Klassen lernen sich gegenseitig genauer kennen und können so klassen- und jahrgangsübergreifende Freundschaften schließen.

Parallel zum Aufenthalt auf dem Schulhof werden regelmäßig alternative Angebote gemacht, wie z.B. Vorlesestunden für Kleingruppen, Bastelangebote, Besuch des Spielplatzes auf der Steingrube.

Bei schlechtem Wetter findet die Betreuung in den Klassenräumen statt. Als Aktivitäten bieten sich dort z.B. an:

Lesen

Basteln

Malen

Gesellschaftsspiele

Kreisspiele

Singen

Entspannungsübungen

Theaterspielen

Kochen (In der Schule gibt es einen Herd mit Backofen)

Bau- und Konstruktionsmaterial (z.B. Lego)

Sofern kein anderer Unterricht in der Sporthalle, im Werkraum oder in der Aula stattfindet, können auch diese Räume während der Betreuungszeit genutzt werden.

Während der Mittagsbetreuung werden keine Hausaufgaben angefertigt. Ein Mittagessen wird nicht angeboten.

3. Zusammenarbeit zwischen Betreuungskräften und Lehrern und Lehrerinnen

Um eine individuelle Betreuung zu gewährleisten, bedarf es des Austausches zwischen Pädagogischen Mitarbeitern und Lehrkräften. Dringende Hinweise gibt die Lehrerin bei der Übergabe der Kinder nach dem Unterricht. Die Klassenlehrer und -lehrerinnen notieren täglich in einer Liste, welche Kinder fehlen und eventuelle Besonderheiten. Die Liste wird auf dem Schreibtisch aufbewahrt, damit sie für die Pädagogischen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen leicht einsehbar ist. Auffälligkeiten während der Betreuungszeit werden am Folgetag besprochen oder bei besonders dringenden Anliegen telefonisch am gleichen Tag abgeklärt.

Die Namenslisten der zu betreuenden Kinder werden den Pädagogischen Mitarbeitern am ersten Schultag ausgehändigt und sind außerdem auch im Sekretariat einzusehen.

Die Betreuungskräfte werden zu den Dienstbesprechungen des Kollegiums eingeladen, sie sind jedoch nicht verpflichtet daran teilzunehmen.

Bei Bedarf können gegenseitige Hospitationen stattfinden.

4. Betreuungsregelung an den Zeugnistagen

An den beiden  Tagen der Zeugnisausgabe gilt eine besondere Regelung. Der Unterricht endet für alle Kinder nach der 3. Stunde um 11.05 Uhr. Es findet danach von schulischer Seite keine Betreuung statt, auch nicht für die Hortkinder.